Mittwoch, 19. August 2009

Das ist übrigens kein Türke, das Kostüm trügt - das ist Moise.


Die Überbleibsel der Kathedrale in Antiochien, wo der Apostel Paul
seine erste Predigt hielt.

Die Hauptstrasse von Antiochien




2x waren wir in Meryemana. Das ist das Haus, wo die Jungfrau Maria
mit dem Apostel Johannes nach dem Tod Jesu gewohnt hat.
Unser Schlafplatz in Yalvac - bei Pisidia Antiochia
So mancher erlebte am Morgen eine Überraschung -
zB als Sobo mit Hund erwachte.
Eine Schafherde


Meine Freunde beim Autostoppen Nicu und Narcissa
die Fahrt hinten auf dem offenen Lastwagen war sehr rasant!
Für Narcissa aber auch entspannend.

Die antike Stadt Hierapolis wo der Apostel Philip den Märtyrertod erlitt.


Die Kalkerassen von Pamukkale.
Faszinierend wenn man weiß, dass 1 cm dieser Schicht in 100 Jahren wächst!

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Moise und sein neuer Freund

Die Celsus Bibliothek in Ephesus



Das noch relativ gut erhaltene Theater in Ephesus


Beim Autostoppen machten wir gute und auch schlechte Erfahrungen
Dieser Lastwagenfahrer war sehr nett und lud uns zu Eis ein.

turcia

Ankunft in der Türkei




Der steinige Weg zum Gefängnis,
wo der Hl Paul inhaftiert war.



Manche habens schon geschafft.

Freitag, 7. August 2009

Lustig ist das Zigeunerleben,....

Momentan bin ich mal wieder viel unterwegs. Die letzten zwei Wochen habe ich zusammen mit 30 Jugendlichen, 3 Erziehern, 2 mitvolontärinnen, Pater Georg und Ruth und einigen Gästen in der Türkei verbracht.
Ein Reisebus brachte uns in 20 Stunden bis fast an unser Ziel - Pamucak. Das liegt neben Ephesus. Dort verbrachten wir die erste Woche auf einem Campingplatz direkt am Meer. Geschlafen haben wir mit Isomatte und schlafsack unter Palmen und dem Sternenhimmel. Verschiedene Ausflüge machten wir auf den Spuren des Hl Paulus. Wir besuchten u.a das Gefängnis in dem er inhaftiert war und natürlich Ephesus. Auch Meryemana -  wo Maria die Mutter Jesu ihre letzte Zeit verbracht hat, war ein interessanter Tagesausflug - dort feierten wir auch eine hl Messe mit und gestalteten sie mit rumänischen Liedern.

In der zweiten Woche machten wir uns auf den Weg. Zuerst nach Pamukkalle/Hierapolis - dort hat der Apostel Philip gewirkt und dann weiter nach Pisidias Antiochieia wo der Apostel Paul eine seine ersten Predigten hielt.  Die über 400 km für einen Weg legten wir in Kleingruppen per Autostopp zurück. Das war ein richtiges Abenteuer und auch das Wildcampen war ein besonders Erlebnis - obwohl es hart ist, wenn man sich mal 3 Tage nicht duschen kann. Aber wir waren ja alle so. :)

Auf jeden Fall war es sehr heiss, am letzten Tag Autostopp spürte ich das Besonders. Als wir am Abend nach 400 km Dauertrampen unser Nachtlager suchten, ging es mir sehr schlecht. Leider kamen wir nicht mehr ganz nach Pamucak zurück und mussten an der Autobahn zwischen 30 LKWs auf einem Rastplatz übernachten. Die andern schliefen - ich kämpfte die ganze Nacht mit den Symptomen eines Sonnenstichs. Wie ich dann am nächsten Morgen mitsamt Rucksack noch die restlichen Kilometer geschafft habe, weiss ich nicht mehr.  Doch ich hab mich wieder gut erholt.

Gleich zurück aus der Türkei, ging die Reise wieder los. Carina und Gerlinde 2 Freundinnen von mir aus Buch warteten schon in Bukarest. Zusammen mit ihnen und Julia - einer Mitvolontärin, machten wir uns mit einem Leihauto (natürlich DACIA) auf für eine Rundreise durch Rumänien. Wir waren schon bei den Schlammvulkanen in Buzau, in Iasi, bei den Steyler Missionsschwestern in Raducaneni  und heute haben wir unseren Pfarrer Paul (der auf Heimaturlaub ist) in Luizi Calugara besucht, was total schön war. Jetzt befinden wir uns in Roman, von wo aus wir morgen einige Moldauklöster besichtigen werden. Ausgesucht haben wir uns Voronet, Humor und Dragomirna.
Am Sonntag geht die Reise dann weiter Richtung Cluj. 

Photos folgen!!!

Mittwoch, 15. Juli 2009

kirchlicher Protest - und ich war dabei


die Kathedrale und daneben der Stein des Anstoßes.



der Protestmarsch vorbei am Piata Romana.



viele Transparente auf dem rechts steht:
Ihr habt das Herz der Stadt zerstört!
Zerstört nicht auch das Herz der Kirche.


Die vielen Pfarrer die die Prozession anführten.
Auf dem Bild rechts steht ganz links aussen ein Pfarrer.
Das ist übrigens Ioan der Bruder von Pfarrer Paul.

Letzten Sonntag gab es hier in Bukarest eine ungewöhnliche Aktion die vom Erzbischof Ioan Robu ausging.
Alle röm. kath. Kirchen von Bukarest blieben geschlossen, nur in der Kathedrale fand ein Gottesdienst statt. Und zwar wird neben der Kathedrale seit 3 Jahren an einem Büroturm gebaut, der 19 Stockwerke haben soll. Dieses Gebäude steht sehr nahe an der Kirche. Mit der Aktion soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass katholische Kirchen in Gefahr sind, u.a weil wir röm.Kath. Christen eine Minderheit sind in Rumänien. Auch die Kirche in Constanta und die Biserica Armeneasca soll gefährdet sein. Wir (Benjamin, Verena und ich) beschlossen diese Aktion zu unterstützen und daran teilzunehmen.

Die Kathedrale war sehr voll, alleine schon die ca 100 Priester füllten ein Drittel der Kirche aus. Die meisten Menschen standen draussen, so auch wir und verfolgten den Gottesdienst auf der Videowall. Gott sei Dank hielt das Wetter. Nach dem Gottesdienst machten wir uns auf den Weg - allen voran die Priester zum Piata Vitoriei (für nicht Bukarestkenner 1 Stunde 15 Minuten Fussmarsch) mit unzähligen Transparenten und einer Petition. Am Piata Victoriei befindet sich das Regierungsgebäude für Bukarest und dort wurde die Petition übergeben. Auf dem Weg dahin beteten und sangen wir. Die ganze Menschenschlange zählte ca 5000 Menschen!!!

Erzbischof Robu sagte in seiner Predigt, es geht nicht darum, dass wir diese Menschen hassen oder nicht mögen. Wir können die Situation auch nicht mehr ändern, aber wir wollen mit dieser Aktion ein Zeichen setzen, dass es uns auch gibt!

Prüfung geschafft !

Vielen Dank fürs Daumen drücken! Es hat genützt! Ich habe die rumänische Prüfung erfolgreich hinter mich gebracht. Nach dem schwierigen Anfang im September des Sprachkurses bin ich sehr stolz auf mich!

Das ist meine "Bestätigung":



Das B2 bedeutet das erreichte Niveau (europäischer Standard). Es gibt A1, A2, B1, B2, C1, C2

Wir haben fast alle Niveau B2 erreicht. Einer, Lukas hat sogar C1 erreicht.


Samstag, 11. Juli 2009


abschleifen und grundieren


sogar ich bin verewigt auf dem Zaun.

rumänische Arbeitsweise = 3 arbeiten und die anderen schauen zu!


und fertig,....

Danke - Multumesc - teshekür elderim

Vielen Dank allen fürs Daumen drücken, endlich habe ich diese Prüfung hinter mir. Leider haben wir die Ergebnisse noch nicht bekommen. Es war echt schwer, wir bekamen zuerst ein paar grammatikalische Aufgaben, dann mussten wir einen Aufsatz schreiben über meine Erfahrungen bei Concordia. Da unsere Lehrerin sehr auf Proverben ( Sprichwörter ) steht, wollte sie von uns auch noch 10 Sprichwörter wissen und erklärt haben. Ein schönes Proverb ist
zB Toţi oamenii zâmbesc in aceeaşi Limba! - Alle Menschen lachen in der gleichen Sprache.
Dann mussten wir einen rumänischen Text lesen, übersetzen und den Inhalt nacherzählen, bevor unsere Doamna Profesoara uns noch ein paar Fragen stellte.
Geschlagene 3 Stunden dauerte die ganze Prüfung - weil ich mündlich die letzte war und den schwersten und längsten Text bekommen habe zu lesen. Jetzt bin ich nur noch gespannt auf das Ergebnis.

Ich war ja jetzt gemeinsam mit Maria auch für die Sommervolontäre zuständig. Gemeinsam haben wir den Gartenzaun neben unserem Casa Iuda verschönert. Zuerst gings ans abschleifen, dann ans Grün grundieren und dann malten wir Menschen darauf und das obengenannte Proverb - Toţi oamenii zâmbesc in aceeaşi Limba! Wir haben dieses Proverb ausgesucht, weil es sehr gut zum Casa Iuda passt - weil der Zweitname des Hauses ist pentru tineri europeni - für die europäische Jugend.
Mittlerweile konzentriere ich mich jetzt aufs Türkisch lernen, wir bereiten ein Theaterstück vor und auch Musik ist wie immer sehr wichtig! Wir singen hier momentan Lieder in Deutsch, English,Rumänisch, Türkisch und in der Roma Sprache.
Ansonsten freue ich mich schon sehr auf die Türkeireise, die wir am 19. Juli beginnen werden. Eine Woche lang werden wir in Kleingruppen zu Fuss bzw per Anhalter einen Teil des Landes erkunden. Starten werden wir in Pamutsak, genau daneben liegt Ephesus. Wir gehen quasi auf den Spuren des hl Apostels Paulus und besuchen die 7 Städte der Apokalypse.
Gleich nach der Rückkehr von der Türkei werde ich ab dem 5. August mit Julia (Mitvolontärin) und Carina und Gerlinde 2 Freundinnen von mir aus Buch 12 Tage durch das Land fahren.
Von Iasi, Bacau, Roman fahren wir nach Cluj, Sibiu, Brasov und auch das Donaudelta wollen wir besuchen. Ich freue mich sehr über den Besuch von Gerlinde und Carina - mein erst "zweiter Besuch" in diesem Jahr.
Viele Grüße an alle ich denke sehr an euch

Auf Wiedersehen - La revedere - Güle Güle