Freitag, 17. April 2009

Republik Moldawien

Noroc!!
der Brunnen zum Hände waschen








die Segnung




die Alten






CONCORDIA pentru parintii nostri
= für unsere Eltern


Brot und Salz zur Begrüßung

Die Kinder und Jugendlichen

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, mit Ruth und Fabian und Robert, 2 rumänische Kollegen in die Republik Moldawien zu fahren , um erstens den Pater Georg abzuholen und zweitens bei einer Grundsteinlegung für ein neues Sozialzentrum dabeizusein.
An der Grenze ging mal eine WEile schon nichts mehr. Es wird sehr streng kontrolliert.
Was gleich auffällt ist, dass Moldawien ein sehr armes Land ist. Die Strassen sind sehr kaputt, genauso manche Häuser und auch SChulen. Es ist kein Leben in diesem Land, alles wirkt trist und leer.
In den Dörfern gibt es vorwiegend Kinder, Jugendliche und alte Menschen.
Nach der Segnung des Bauplatzes und der Grundsteinlegung besuchten wir das bereits bestehende alte Sozialzentrum wo wir gemeinsam mit den alten Leuten zu Mittag aßen
.
Was besonders auffällt ist, dass hier alle Frauen Kopftücher tragen.

Paste - Ostern!

Die Ostertage, also Gründonnerstag bis Sonntag verbrachten wir zusammen mit ein paar Gästen bei den Moldauklöstern im Norden von Rumänien. Im Ort Vatra Moldovitei neben dem Kloster Moldovita. Wir, d h Pater Georg, Ruth, Jugendliche und Volontäre vom Casa Iuda sowie die Familien von Milly und Conrad. 
Wir besichtigten unteranderem die Klöster Moldovita, Sucevita und Voronet. Die Tage haben wir auch trotz Regen immer sportlich begonnen - mit einer Stunde joggen ab halb acht Uhr. Jeden Tag hielten wir eine Andacht oder einen Gottesdienst. 

Diese Gegend von Rumänien gefällt mir eigentlich am besten. Es ist ländlich, idyllisch und einfach wunderschön. An einem Morgen beim joggen quälte uns der Muskelkater und wir stoppten einen Bauern mit Pferdewagen, auf dem wir dann zu 10 ein Stück mitfahren durften. 

Überhaupt sind die Rumänen sehr hilfsbereit und gastfreundlich! Bei einem Haus fragten wir ob wir etwas Wasser haben könnten. Wir durften dann sogar den ganzen Bauernhof und das Haus besichtigen.

Bei einem Spaziergang durch den Ort, kamen wir auch am Friedhof vorbei, wo gerade eine Beerdigung stattfand. Und so zog der Leichenzug mit dem offenen Sarg an uns vorbei, musikalisch begleitet von den Melodien zweier "Trambita" Bläser.

Und etwas ganz besonderes erlebe ich jetzt. Wir feiern nämlich noch ein zweites Mal Ostern. Alle unsere Jugendlichen sind orthodoxe Christen und diese feiern Ostern eben erst diese Woche.  

Photos folgen in Kürze


Samstag, 28. März 2009

Rugaciunea in Casa Iuda


Zweimal am Tag beten wir hier im Casa Iuda alle zusammen.
Heute hatte ich zum ersten Mal das Vergnügen, das Gebet zu leiten - selbstverständlich auf Rumänisch .
Zuerst singen wir so 2-3 Lieder, dann folgt das Kreuzzeichen, noch ein Lied, dann ein Psalm, Evangelium - mit kurzer Predigt - besser gesagt mit meinen Gedanken zum Evangelium, natürlich ebenfalls auf Rumänisch, dann die Fürbitten, dann singen wir das Benedictus - mit Solo, es folgt das Vater unser, ein Schlussgebet, der Segen - der fast ein Zungenbrecher ist und zum Schluss noch ein Lied.
Wir beten also sowas wie ein Stundengebet.
Am Abend ist das Gebet kürzer da fällt der Psalm und das Benedictus weg, dafür haben wir ein etwas längeres Abendgebet - wir beten für unsere Freunde. Dieses Gebet wird am Abend in allen Concordia Häusern gebetet.
Bunule Dumnezeule!Tu ma iubesti.
Tu protejezi copiii pe strada si in casa.
Iti multumesc pentru prietenii nostri, pentru educatorii si binefacatorii nostri.
Multi dintre ei locuiesc departe de noi, insa ei sunt prietenii nostri
si de aceea ne sint foarte aproape.
Eu te rog pe tine, penru toti care ne ajuta.
Daca ei au copii, sa-i creasca cu iubire
si sa-i tina mereu aproape de ei,
pentru ca niciodata copii sa nu fuga de acasa!
Bunule Dumnezeule! Chiar daca este noapte ocroteste-i.
Si daca este timp frumos, daruieste-le iubirea ta.
Fa ca Ingerii Tai Pazitor sa fie acum aproape de noi
si maine sa ne insoteasca pe noi si pe toti copiii.
Amin
Das heißt auf Deutsch:
Lieber Gott, du hast mich lieb.
Du schützt die Kinder auf der Strasse und im Haus.
Ich danke dir dafür.
Und ich danke dir für unsere Freunde, für die Erzieher und Wohltäter.
Viele von ihnen wohnen weit weg.
Aber sie sind unsere Freunde, deshalb sind sie uns ganz nah.
Ich bitte dich für alle, die uns helfen.
Wenn sie selbst Kinder haben, sollen sie diese mit Liebe erziehen und in ihrer Nähe halten.
Damit die Kinder nie von zuhause weglaufen!
Lieber Gott, wenn es dunkel wird, behüte sie.
Wenn es hell wird, gib ihnen deine Liebe.
Lass deine Schutzengel heute Nacht bei uns sein und morgen mit uns und allen Kindern gehen.
Amen

Sonntag, 15. März 2009

Geburtstag

ja auch meinen 27. Geburtstag feierte ich in Wien. Obwohl wir an diesem Tag viel zu tun hatten mit der Projektpräsentation war es dennoch ein sehr schöner Tag!! Zumindest haben mir noch nie so viele Leute zum Geburtstag gratuliert und auch noch nie haben 120 Kinder und Jugendliche für mich ein Geburtstagslied gesungen. War sehr berührend für mich.

Da wir diesesmal in Wien waren, dachte ich ich komme drumherum in die Luft geworfen zu werden. Ich konnte gar nicht so schnell schauen, war ich von unseren rumänischen Mitarbeitern und Jugendlichen umzingelt und flog mit meiner Trompete in der Hand fast bis an die Decke des Zeltes im erzbischöflichen Palais.
Nach dem Fest genoss ich es noch ein wenig mit meiner Familie und Freunden zu feiern, die extra von Vorarlberg nach Wien gereist sind.





Wir spielten zu erst mit JA MO JA im palais um Stimmung zu machen. Ein besonderes Erlebnis war die Hl Messe im Stephansdom die wir auch musikalisch gestalteten vor ca 1600 Menschen!!

Auftritt




In Wien machten wir Donnerstag und Freitag noch fleissig Werbung für CONCORDIA 72. Unter anderem waren wir zu Gast in den Schulen der Dominikanerinnen in Wien, im erzbischöflichen Gymnasium in Hollabrunn und in der HLWB in Hollabrunn.
Kann man nur sagen JA MO JA - los gehts!!


Das war Wien



Das sind die besten Kinder der Welt! Sie haben es geschafft vom Straßenkind zum Hoffnungskind zu werden! Und jetzt singen sie im Chor oder spielen im Blasorchester!




Und das ist JA MO JA, unsere Band. Unser Logo mit Wagenrad - das Zeichen für die Zigeuner und wir, vor dem Abflu nach Wien.


Dienstag, 10. März 2009

Auftritte in Wien - JA MO JA

Morgen Mittwoch gehts für mich schon wieder nach Wien. Wir werden von Mittwoch bis Freitag noch ein paar Schulen besuchen und für Concordia 72 werben.

Am Donnerstag abend 12. März spielen wir ab 18:30 Uhr im Keller, Freyung 6 in Wien.
Und am Samstag 14. März bringen wir die Jugend in Österreich im erzbischöflichen Palais zum Kochen.

Samstag, 7. März 2009

CONCORDIA 72



Liebe Freunde,

Wir starten eine neue Jugend-Initiative in Österreich: CONCORDIA 72.
Wie Jesus. Er suchte 72 junge Leute und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Ich brauche 72 Mitstreiterinnen für Sozialinitiativen in Österreich.
Die Bewegung beginnt am Samstag, 14. März 2009 um 16 Uhr im Arkadenhof des Erzbischöflichen Palais am Stephansplatz.


16.00 Musik und Begegnung mit ehemaligen Straßenkindern aus Rumänien.
Präsentation: CONCORDIA 72 – die ersten Zehn stellen sich vor.

18.00 Festmesse im Stephansdom mit Kardinal Christoph
Schönborn OP und Pater Georg Sporschill SJ

19.30 Konfrontation mit dem Kardinal: Die Fragen der Jugend


Willst Du mit mir und meinen Freunden, die einmal Straßenkinder waren, für mehr Menschlichkeit kämpfen?
Bitte komm am 14. März zum Stephansplatz.

Dein P Georg Sporschill

Wer mehr wissen, wer mitarbeiten möchte: concordia72@gmail.com oder auf www.concordia.or.at

Freitag, 20. Februar 2009

mmhhhh Käsknöpfle

Mit dem Käse den ich im Dezember nach meinem Besuch zuhause importiert habe, luden wir(Julia aus Alberschwende - Müselbach und ich) alle Bewohner des neuen Hauses Casa Iuda zu Käsknöpfle ein.

mmhhh


Offensichtlich hat es allen geschmeckt - die Schüssel wurde leer.
Zu so einem Essen, darf die richtige Deko nicht fehlen - jetzt hängt das Plakat in unserem Zimmer.


Und das ist das Casa Iuda - hier wohne ich jetzt.




Montag, 16. Februar 2009


Momentan geht es rund hier bei mir in Rumänien. Es ist mittlerweile sehr viel Neues passiert und ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Am besten von vorne:
Nach meiner Zeit im Kinderhaus Sf Paul habe ich hier im Büro gearbeitet. Wir sind dran ein neues Projekt für Jugendliche in Österreich zu starten, da gab es viel zu tun. Eine weitere Aufgabe war, beim einkaufen der Inneneinrichtung für ein neues Haus zu helfen. Hoch lebe IKEA!!! Das selbe neue Haus, musste natürlich auch geputzt werden. Außerdem haben wir eine Taraf - eine Band gegründet - innerhalb von 3 Wochen haben wir 10 neue Lieder gelernt - und das alles ohne Noten. Wir spielen nämlich Zigeunermusik und da gibt es keine Noten. So hörten wir uns die Stücke auf Youtube an und Milly - eine Volontärin aus Wien, sie spielt Klavier - hat die ungefähren Noten aufgeschrieben. Unsere Band heisst JA MO JA (sprich scha mo schah) das heisst auf Zigeunerisch auf gehts.
Wir die Band sind:
Nicu (Chef, Chitara, Vocal)

Cristi (Clarinet)

Milly (Pian,Vocal)

Iris (trompeta)
Marco (Toba mare)
Florin (Beatbox) Tobe mici
Wir proben mit der Band oft mehrere Stunden täglich. Am 14. März haben wir einen Auftritt in Wien, im erzbischöflichen Palais - wo unser neues Jugendprojekt vorgestellt werden soll.

Mitterweile bin ich auch schon wieder umgezogen. Ich wohne jetzt im neuen Haus, im Casa Iuda, zusammen mit Julia aus Müselbach in einem Zimmer, mit eigenem Bad, was wirklich Luxus ist. Momentan fühle ich mich noch ein wenig wie in einem Hotel.
Hier im Haus sind meine Aufgaben: Ich bin für die Waschküche zuständig und momentan auch für die Schlüsselverwaltung. Hier im Casa Iuda wohnen noch 4 andere Volontäre und 10 Jugendliche von Concordia - manche studieren andere arbeiten.




Letzte Woche durften wir hier noch etwas spanndes erleben. Mia ein Schützling, die schon seit 15 Jahren von Concordia betreut wird, wurde getauft. Sie ist 32 Jahre alt und wurde orthodox getauft. Sie hat sich sehr darüber gefreut, vor allem, dass sie jetzt durch die Taufe ganz zu Gott gehört. War ein sehr berührendes Erlebnis. Zuerst sang der Pfarrer eine Litanei, dan kam das Glaubensbekenntnis, Wassersegnung und dann die Taufe. Dann wurde es fremd, denn der Pfarrer nahm eine Schere und Schnitt Mia je eine Haarsträhne von allen 4 Himmelrichtungen ab - die er dann in das Taufbecken warf. Anschließend malte er ihr noch mit einem Öl das Kreuzzeichen auf ihre Stirn, Mund, Ohren, Brust, Hände und den Rücken. Dann wurde noch das Kerzenband gesegnet, bevor sich der Pfarrer, die Taufpaten und Mia an den Händen hielten und dreimal rund um den Altar schritten.

Es war total interessant, einmal eine Taufe einer anderen Religion mitzuerleben. Für die orthodoxen Gläubigen spielt das Kreuzzeichen eine große Rolle. In den 40 Minuten der Feier, berkeuzigten wir uns sicher über 30x. Alleine schon die Kirche zu sehen, die für mich wie ein gemütliches Wohnzimmer aussah, war interessant Mit Teppichen, Kronleuchtern und sogar einem Kachelofen. Nach der Taufe, gab es Agape ebenfalls in der Kirche.